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Buchtipps

Buchempfehlungen der Stadtbücherei

Baláka, Bettina: Eisflüstern

Eisflüstern"Wenn Beck bei minus 45 Grad ausatmete, entstand vor seinem Mund eine Wolke aus weißen Kristallen, mit einem eigenartigen, knisternden Geräusch. Eisflüstern wurde das genannt." Wien 1922. Nach siebenjähriger Kriegsgefangenschaft in Sibirien kehrt Balthasar Beck entkräftet, aber - wenigstens körperlich - unversehrt ins heimatliche Wien zurück. Er hat Mühe, in sein altes Leben zurückzufinden. Wie soll er sich seiner Frau und seiner Tochter wieder annähern? Und wie findet er in seinen alten Beruf bei der Kriminalpolizei zurück? Er wird mit der Aufklärung einer Mordserie betraut, die immer deutlicher auf Beck selbst zu zielen scheint. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg in Wien: ein psychologisch scharfes, detailliert recherchiertes Gesellschaftspanorama und ein spannungsgeladener historischer Kriminalroman.

McCann, Colum: Die große Welt

Die grosse Welt1974: Am Morgen eines schönen Augustsommertags starren die Passanten in Lower Manhattan ungläubig zu den Twin Towers hinauf. Fast einen halben Kilometer über ihnen läuft, springt und tanzt ein Hochseilartist - ein schwebender Moment von absoluter Freiheit und künstlerischem Triumph in einer Stadt des ewigen Überlebenskampfes. Seine Magie lässt unten auf den Straßen in den gewöhnlichen Existenzen das Besondere hervortreten. Etwa in Corrigan, dem verrückten, aufopferungsvollen Iren, der sein Leben den Straßenhuren in der Bronx widmet.
Er hat in seinem Kleinbus vor dem Zentralgericht am World Trade Center übernachtet, um zweien seiner Schutzbefohlenen bei einem Anklageerhebungstermin beizustehen: Tillie, die schon mit 38 Großmutter ist, und ihrer schönen Tochter Jazzlyn. Doch Corrigan weiß nicht, dass dieser Tag, der so großzügig Freiheit schenkt, auch den Tod bringen und damit das Leben zahlreicher Menschen verändern wird, die ihm und den beiden Frauen in seiner Obhut nahestehen ...

Colum McCann fängt die Atmosphäre und die Stimmen dieser Stadt in einem mitreißenden Epos ein. Es sprüht vom wilden Geist seiner Zeit wie von der elektrisierenden Sprache und Bildwelt eines Autors, der zu den sinnlichsten und mutigsten Erzählern englischer Zunge zu rechnen ist.
"Keiner, der jemals über New York schrieb, ist tiefer eingetaucht und höher aufgestiegen." Frank McCourt

Reichlin, Linus: Die Sehnsucht der Atome

Die Sehnsucht der AtomeSeit seiner Schulzeit steht es Inspektor Hannes Jensen als warnendes Beispiel vor Augen: das Heliumatom! Das Heliumatom, so hatte damals sein Physiklehrer erklärt, ist nicht getrieben von der Sehnsucht, sich zu binden, und geht mit keinem anderen Atom eine Symbiose ein. Es ist in sich vollkommen, aber auch vollkommen alleine!

Nach Jensens Ansicht ist dieser Fall von Bindungsangst seinem eigenen Schicksal nicht ganz unähnlich. Und so müsste er eigentlich erfreut sein, dass eine bizarre Laune des Universums eine ausnehmend schöne Frau an seine Seite beamt. Die allerdings ist blind, ziemlich herrisch und scheint sich auch nicht sehr für ihn zu interessieren - umso mehr aber für den höchst rätselhaften Fall, der Jensen gerade beschäftigt: Ein amerikanischer Tourist hatte im Kommissariat um Hilfe gebeten, weil er sich bedroht fühlte. Am nächsten Tag fand man ihn tot auf der Straße. Seine Obduktion deutet auf einen Mord, der menschliche Fähigkeiten übersteigt. Was haben seine beiden elfjährigen Söhne damit zu tun, die ihren Vater gehasst haben und spurlos verschwunden sind? Oder deren mysteriöse Kinderfrau, der seherische Kräfte nachgesagt werden? Und nicht zuletzt: Wie soll der Hobby-Quantenphysiker Jensen das in Ruhe herausfinden, wenn ihm die schöne Blinde immer dazwischenfunkt?

Die Spur führt Jensen nicht nur nach Arizona und Mexiko, sondern auch an die Grenzen der erklärbaren Welt.

Ein Inspektor mit einer Schwäche für Quantenphysik, eine blinde Querulantin und ein undurchsichtiger Fall - das hochoriginelle Krimi-Debüt des Ben-Witter-Preisträgers Linus Reichlin. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis 2009.

Shaffer, Mary A.: Deine Juliet

Deine JulietLondon in den späten vierziger Jahren: Die temperamentvolle junge Schriftstellerin Juliet erhält eines Tages einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey. Er hat antiquarisch ein Buch erworben, das zuvor ihr gehörte. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz eines literarischen Clubs erfährt, den die Inselbewohner gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto neugieriger wird sie. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth und deren großer Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen...
'Diesen Briefroman zu lesen war ein Vergnügen. Ein großartiges Buch.' (Christine Westermann)

Tenzing Norgay, Jamling: Auf den Spuren meines Vaters

Auf den Spuren meines VatersSherpa Jamling Tenzing Norgay, 1966 in Darjeeling geboren, ist indischer Bergsteiger und Sohn von Tenzing Norgay, dem legendären Sherpa, dem mit Sir Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest gelang. Wie dieser ist er Bergführer. 1996 erreichte er den Gipfel des Mount Everest, 1998 erschien darüber der IMAX-Dokumentarfilm 'Everest - Gipfel ohne Gnade'.
Tenzing Norgay erzählt die Geschichte des heiligen Berges aus dem unbekannten Blickwinkel der Sherpas, die seit Jahrzehnten ihr Leben riskieren, um Bergsteiger aller Nationen auf das Dach der Welt zu führen.
"Dieses Buch wird vielen Lesern eine Quelle positiver Inspiration sein." (Dalai-Lama)

(Sämtliche Texte und Abbildungen aus „Buecher.de“.)