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Waldkindergarten und Waldkrippe

Treffpunkt Waldwagen und Waldnest (Treffpunkt Waldwagen seit 2005 - staatlich anerkannt seit 2016)

Kontakt/Büroanschrift:

Treffpunkt Waldwagen
Antje Fries und Daniel Gegenfurtner
Büroanschrift: Gietlhausen 9
86633 Neuburg an der Donau
Telefon 0173 4150324
E-Mail: waldwagen@t-online.de

Träger:

Treffpunkt Waldwagen – Waldnest gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)

Leiter:

Antje Fries und Daniel Gegenfurtner


Wo ist die Waldeinrichtung?

Unser Kindergarten mit Krippe ist im Seminarforst in Neuburg-Gietlhausen zuhause.

Gietlhausen ist ca. 5 km von Neuburg entfernt. In Gietlhausen liegen unsere zwei Gruppen-Aufenthaltsorte nicht weit vom Waldrand entfernt, zu Fuß leicht zu erreichen – doch mitten in der Natur.

Einer der Gruppenplätze verfügt über einen großen Bauwagen als Materiallager, einen überdachten Feuerplatz, einem Brotzeitkreis, einem weiteren überdachten Bau – oft für Kleingruppen-Beschäftigungen usw. genutzt, einigen anderen Bauten – die mit den Kindern errichtet wurden und natürlich viel, viel Natur.

Am zweiten Platz befindet sich eine Blockhütte mit einem großen Raum und einer kleineren Küche. Eine sehr gute Ergänzung für uns, da wir diese Hütte für Elternabende  -Einzelförderungen – Kleingruppenarbeit – Aktivitäten aller Kinder gemeinsam… einsetzen können. Doch grundsätzlich findet unser Gruppenalltag im Freien statt und auch an diesem zweiten Platz verfügen wir über einen Feuerplatz mit Überdachung, Bauten von und mit den Kindern errichtet und viel, viel Waldluft.


Team

Waldkrippe

  • Brigitte Mann (pädagogische Fachkraft)
  • Michaela Päckert (pädagogische Zweitkraft)


Waldkindergarten

  • Antje Fries (pädagogische Fachkraft)
  • Daniel Gegenfurtner (pädagogische Fachkraft)


Gruppen und Öffnungszeiten:

Waldkrippe:
Kinder ab 2 Jahren bis zum Kindergarteneintritt
10 – 12 Kinder in der Gruppe, inkl. bis zu einem Integrationsplatz
Gruppenzeit: Montag, Mittwoch, Freitag  jeweils von 9.00 – 11.45 Uhr

Waldkindergarten:
Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt
max. 20 Kinder, inkl. bis zu zwei Integrationsplätze
Gruppenzeit: Montag – Freitag von 7.45 – 12.30 Uhr
Kernzeit: Montag - Freitag von 8.00 - 12.00 Uhr

Unsere Einrichtung hat das ganze Jahr über geöffnet. Die Ferienzeit lehnen sich an die Schließtage eines Regelkindergartens an. 


Gebühren:

Der Elternbeitrag für einen Krippen-, sowie für einen Kindergartenplatz beträgt 105 Euro pro Monat (das ganze Jahr hindurch).

Zusatzkosten Spielgeld:
Krippe 3 Euro pro Monat
Kindergarten 4 Euro pro Monat

Einmalige Aufnahmegebühr von 50 Euro


Unsere Pädagogik im Ansatz

Unsere naturpädagogische Institution ist eine Integrationseinrichtung. Wir haben in der Waldkrippe die Möglichkeit ein Integrationskind, im Kindergarten zwei Integrationskinder aufzunehmen. Integration bedeutet für uns das Zusammenleben von verschiedenen Kindern, wobei jedes Kind einen anderen Ansatz, andere Stärken, andere Schwächen … aufweist und wir jeden dort willkommen heißen wo er sich im Moment aufhält um dann alle gemeinsam mit jedem und an jedem zu wachsen. Die Individualität in die Gruppengemeinschaft zu integrieren und damit, um mit modernen Fachbegriffen zu sprechen, jedes Kind zu inkludieren. Für die Umsetzung dieser Einstellung spricht natürlich zum einen die kleinere Gruppengröße und zum anderen die Akzeptanz und Freude an der Verschiedenheit der Kinder. Unsere Integration und Inklusion zeigt jedoch auch eine Grenze auf. Wir müssen diesbezüglich eine individuelle, den Anforderungen von Wald und Natur angepasste Entscheidung treffen. Die Grenzen werden dabei nicht durch Art und Schwere der „Behinderung“, sondern durch die vom Lebensraum Wald vorgegebenen Rahmenbedingungen gesetzt.

Unser Arbeiten von Waldkrippe und Waldkindergarten ist ein gruppenübergreifendes Handeln. Die Erfahrungen zeigen immer wieder dass Groß und Klein sich sehr viel Unterstützung und Mithilfe bei der Entwicklung geben (und nehmen) können. So wollen wir je nach Situation Aktionen gemeinsam planen, uns gegenseitig besuchen, Feste gemeinsam feiern und bestimmt vieles mehr.

Zu unserer gesamten Einrichtung lässt sich noch kurz erwähnen, dass wir in der Waldkrippe ebenso wie im Waldkindergarten die Eingewöhnungszeit individuell und abhängig vom jeweiligen Kind und dessen Familie gestalten. 


Zur Waldkrippe:

Primär wollen wir das Waldkrippenkind einfühlsam und individuell bei der ersten Ablösungsphase von den Eltern begleiten und ihm in einer kleinen Gruppe mit etwa gleichaltrigen Kindern die ersten sozialen Erfahrungen ermöglichen.

Der Wald hilft den Kindern dabei durch die Stille der Natur und den offenen räumlichen Begebenheiten. Dadurch nehmen die Kinder mit allen Sinnen wahr und können mit anderen Kindern visuell und sprachlich einen Kontakt aufbauen – sie lernen miteinander zu sprechen – zu fragen, zu teilen, zu erklären … zu kommunizieren.

Im Waldkrippenalter steht für unsere Kleinen also in erster Linie die soziale, sowie die grobmotorische Entwicklung im Vordergrund. Die Bodenbegebenheit im Wald (uneben, mit „Hindernissen“, z.B. Ästen…) fördert die grobmotorische Entwicklung enorm und rasant. Diese Basis ist sehr wichtig um darauf mit der feinmotorischen Entwicklung aufzubauen um die Kinder sodann im Kindergarten gut auf die schulischen Anforderungen vorbereiten zu können.

Ein gut strukturierter und stabiler Ablauf während der Gruppenzeit gibt den Kindern Sicherheit und ein vertrautes Umfeld und Erleben indem sie wachsen und gedeihen können. So wird nach dem Eintreffen aller Kinder zuerst der nahegelegene Waldplatz an der Forsthütte aufgesucht. Dort wird bei Bedarf (Winter und Kälte) ein Feuer entzündet, ein kleiner Morgenkreis mit Liedern, Spielen, Büchern … abgehalten. Von klein auf erhalten die Kinder einen Einblick in unsere Natur – die Bäume, die Tiere, deren Spuren … werden kennengelernt und nicht nur auf Bildern sondern hautnah und mit allen Sinnen aufnehmbar. Anschließend haben die Kleinen eine sog. Freispielzeit – sie können sich ihre Aktivität selbst aussuchen, unterstützt, beobachtet, geleitet … von unserem Personal. Das kann z.B. das Bauen eines Unterstandes, das Kochen in der Waldküche, etwas malen, an der Werkbank arbeiten u.v.m. sein. Es werden in dieser Zeit auch gezielte Beschäftigungen zu unterschiedlichen Themen durchgeführt und darunter kann auch der Besuch der Waldkindergartenkinder oder des angrenzenden Waldes usw. gehören. Anschließend findet die gemeinsame Brotzeit statt und danach ist noch etwas Zeit für ein Freispiel oder etwas Gezieltes bevor alle gemeinsam wieder zum Parkplatz stapfen.


Zum Waldkindergarten:

Unser Tagesablauf ist gekennzeichnet durch eine klare Struktur, die den Kindern Sicherheit gibt und somit die Möglichkeit selbstsicher und selbstbewusst zu agieren. Nach dem Eintreffen am Waldplatz:

  • Morgenkreis -Angebote am Feuerplatz (je nach Jahreszeit und Witterung wird dort evtl. als erstes ein Feuer entzündet) in der Gesamtgruppe zu unterschiedlichen Themen, Gesprächen, im musikalisch-rhythmischen Bereich, Buchbetrachtungen, Erzählungen ...
  • Freispiel – Angebote im kreativen Bereich (Werkbank, malen, schneiden, feinmotorische Aktivitäten), Rollenspiele (im Baumhaus, Waldküche…), klettern, schaukeln… In dieser Zeit werden auch gezielte Beschäftigungen im grob-, feinmotorischen Bereich umgesetzt, gezielte Kleingruppenarbeit, z.B. Vorschularbeiten…
  • Gemeinsame Brotzeit
  • Die freie Zeit bis zum Abholen wird nach den Bedürfnissen der Kinder und der Notwendigkeit aus Sicht des Personals ausgefüllt: z.B. spezielle Förderungen einzelner Kinder, Wald-Erkundungswanderungen mit der Gesamtgruppe, gemeinsame Spiele, „Großbauten“ (Laubhütten …)
  • Die Gruppe läuft zum Parkplatz – gleitende Abholzeit

Näheres zu unserem Wirken im pädagogischen Bereich kann gerne auch im angehängten Konzept nachgelesen werden – ein paar wenige, jedoch grundsätzliche Auszüge seien bezüglich Gruppenarbeit im Waldkindergarten an dieser Stelle noch erwähnt:

Die Freiräume durch unsere räumliche Offenheit werden durch klare Grenzen im Verhalten und Umgang mit der Natur und anderen Gruppenmitgliedern begleitet, d.h. Respekt vor der Natur und deren Lebewesen und dadurch natürlich auch Respekt vor den Mitmenschen, Ehrlichkeit, Offenheit, Vertrauen, Kommunikation – auch bei Konflikten und beim Finden von Problemlösungen – und vieles mehr sind Basiswerte, welche im gemeinsamen Tun eigentlich in jeder Gruppe, doch besonders spürbar in der offenen, freien Umgebung im Wald von Nöten sind und stets sehr gut angenommen und umgesetzt werden.

Im Alltagsleben im Freien – im Erleben jeder Jahreszeit – im Erleben mit und in der Natur erhöht sich bei den Kindern in ganz kurzer Zeit die Wahrnehmung durch alle Sinne ihres Selbst und ihres Körpers. Beispielsweise meinen wir damit, dass die Kinder Kälte noch spüren dürfen, um dann mit sich und in der Gruppe damit umzugehen („was fühle ich, was brauche ich, was tue ich damit es mir und somit auch meiner Umwelt gut geht?“).

Ebenso ist es uns ein großes Bedürfnis die Kindergartenkinder in ihrer vorschulischen Zeit viele Erfahrungen sammeln zu lassen. Das Handeln nach Versuch und Irrtum, das Ausprobieren und Testen dürfen, ist noch möglich und für die Entwicklung eines selbstsicheren und selbstbewussten, ausgeglichenen, zufriedenen und lernfähigen Menschen sehr wichtig. Darüber hinaus entwickelt sich das kindliche Weltbild durch eigene Erfahrungen.

Konzeption

Die komplette Konzeption zum Downloaden: hier klicken.


Wie kann ich mein Kind anmelden?

Wir haben einmal im Jahr – im Januar - Anmeldetage für unsere Waldkrippe und den Waldkindergarten (genauer Zeitpunkt wird öffentlich bekanntgegeben, u.a. in unserem Schaukasten am Waldrand in Gietlhausen). Darüber hinaus können Sie das ganze Jahr über unter den oben angegebenen Daten Kontakt aufnehmen – Fragen stellen, evtl. schnuppern und auch anmelden. 

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Waldige Grüße von

Antje Fries und Daniel Gegenfurtner
vom Treffpunkt Waldwagen – Waldnest

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