Souvenir von Stephan Temperley
Pressemitteilung vom 19.04.2010 | mit Désirée Nick - Gastspiel Renaissance Theater Berlin
Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins! Im New York der 1940er Jahre war Florence Foster Jenkins, die extravagante Tochter eines schwerreichen Bankiers, das absolute Gesellschaftsereignis. Zum prustenden Vergnügen ihres Publikums quälte und quietschte sie sich munter durch die aller erste klassische Arienliteratur.
Samstag, 24. April 2010, 20 Uhr
Sonntag, 25. April 2010, 19 Uhr
Eine Phantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins!
Im New York der 1940er Jahre war Florence Foster Jenkins, die extravagante Tochter eines schwerreichen Bankiers, das absolute Gesellschaftsereignis. Zum prustenden Vergnügen ihres Publikums quälte und quietschte sie sich munter durch die aller erste klassische Arienliteratur.
Angefangen auf Wohltätigkeitsveranstaltungen, über Bälle bis hin zu ihrem legendären Konzert in der Carnegie Hall entwickelten sich ihre eigenwilligen Sangeskünste und Bühnenauftritte zur Sensation, die sich keiner entgehen lassen wollte. In ihrem Kopf mag sie mit engelsgleicher Stimme die Welt bezaubert haben. In der akustischen Realität ihrer katastrophalen Unmusikalität aber bogen sich die Balken und die Zuschauer aus der High Society vor Lachen. Kritik und Zweifel konnten Florence nicht erschüttern.
Sätze wie „Ich bin die berühmteste Koloratursopranistin der Welt, auch wenn man mir ausdrücklich vom Singen abgeraten hat“ oder „Man muss das mit den Noten nicht immer so genau nehmen“ gehören eher noch zu ihren harmloseren Äußerungen hinsichtlich ihres Talents. Selbst in der Zeitung war mit einer gewissen Bewunderung zu lesen: „Sie hat mutig allen Intentionen der Komponisten widerstanden.“ Fernab schnöder musikalischer Konventionen zelebrierte Florence Foster Jenkins ihre Freude an der Musik. Ihre CDs sind heute noch Bestseller.
Désirée Nick spielt und (vor allem!) singt diese Frau des sagenhaften Dilettantismus mit der ihr eigenen Forschheit, einem durch nichts zu trübenden Selbstbewusstsein und der unzerstörbaren Geduld der Minderbegabten - immer eine Note daneben, immer leicht unrhythmisch, mit inbrünstiger Hingabe.
Karten für die Vorstellung sind im Bücherturm, Tel.: 08431/642392, in der Touristinformation, Tel.: 08431/55240, Fax: 55242, bei der Neuburger Rundschau, 08431/ Tel. 67 76 50 beim Donaukurier , Tel. 08431 / 6 47 65 20 oder per E-Mail: kultur@neuburg-donau.de erhältlich.

