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Podiumsdiskussion zum Mordfall „Hinterkaifeck“

Pressemitteilung vom 21.03.2012 | Stadttheater Neuburg

Am Vorabend des 90. Jahrestages des sechsfachen Mordes von Hinterkaifeck diskutieren auf dem Podium des Stadttheaters fünf Experten über die bis heute unaufgeklärten Morde. Ausschnitte aus dem Film von Kurt Hieber werden die Tathypothesen und –theorien ergänzen.

Freitag, 30. März 2012, 20 Uhr

Vor knapp 90 Jahren fuhren Bauern aus Waidhofen und Umgebung mit Fuhrwerken zur Zeugenvernehmung ins Amtsgericht nach Neuburg an der Donau, das genau gegenüber vom Stadttheater liegt. 90 Jahre Spurensuche und keine Ergebnisse. Der oder die Täter müssen längst tot sein. Warum also das nicht nachlassende Interesse an dieser Gewalttat?

Auch dieser Frage wird sich die Expertenrunde stellen. Junge angehende Polizisten haben sich an der Fachhochschule der Polizei in Fürstenfeldbruck mehrere Wochen unter sachkundiger Leitung von Kriminaloberkommissarin Michaela Forderberg-Zankl mit heutigen Methoden der damaligen Morde angenommen. Der Kriminalbeamte a. D. Konrad Müller hat Jahre seines Lebens seinen kriminalistischen Spürsinn den Morden von Hinterkaifeck gewidmet. Der Journalist Peter Leuschner hat in zwei Büchern alles zusammengetragen, was man zu Hinterkaifeck wissen kann.

Der scheidende Leiter des Stadttheaters hat jahrelang standhaft die Aufführung des Erfolgsstückes „Tannöd“ nach dem Roman von Andrea Maria Schenkel zurückgestellt, und zwar aus Rücksicht auf die Nachkommen der immer wieder Verdächtigten. Er hält diese Verdächtigungen auch für völlig abwegig, da er die Taten in Verbindung mit den politischen Morden der frühen zwanziger Jahre bringt.

Der Leiter des Hauptstaatsarchivs Dr. Gerhard Hetzer, der seine berufliche Karriere noch im Staatsarchiv von Schwaben in Neuburg an der Donau begonnen hat, gilt als ausgewiesener Fachmann für historische Fragestellungen, die sich bei der Betrachtung der Weimarer Republik, vor allem in Bayern, ergeben.

Eine illustre Runde diskutiert also ohne Honorar, da jeder gesammelte Euro dem gefährdeten Buchbestand der staatlichen Bibliothek, der Provinzialbibliothek in Neuburg, zu Gute kommen soll. Der 1. Vorsitzende des Bibliothek-Fördervereins Eugen Freiherr von Redwitz will mit dieser Veranstaltung erreichen, dass nicht nur die Bestseller, z. B. zum Thema Hinterkaifeck unsere Beachtung brauchen, sondern auch der historische Buchbestand vor Ort.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden ausschließlich für Buchrestaurierungen der Staatlichen Bibliothek verwendet. Wir bitten um Reservierung von kostenlosen Eintrittskarten in der Touristinformation unter Tel. 08431 / 55 241 oder unter kultur@neuburg-donau.de

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Pressekontakt

Bernhard Mahler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

Rathaus, Zi. 2.09, 2. Stock
Telefon 0 84 31/55-2 02
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