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DON KARLOS

Pressemitteilung vom 26.02.2013 | Gastspiel Kempf Theatergastspiele, München

Friedrich Schiller hat in „Don Karlos“ (= originale Schiller-Schreibweise von Karlos mit K) mehrere große Themen zu einem sehr komplexen Ganzen verwebt: eine tödlich-hoffnungslose Liebesgeschichte, einen verzweifelt-ausweglosen Vater-Sohn-Konflikt, die Opferbereitschaft einer wahren Freundschaft sowie der Kampf des Individuums um Befreiung von Despotismus und Inquisition.

Freitag, 1. März 2013, 20 Uhr 
Samstag, 2. März 2013, 20 Uhr

Unglücklich liebt der Infant Don Karlos seine Stiefmutter Elisabeth, die ihm einst als Braut versprochen war. Leidenschaftlich liebt Marquis Posa die Menschheit, doch seine Vision eines gerechten Staates droht im Machtbereich Philipps II. an der Realität zu zerbrechen. Aus verschmähter Liebe zu Don Carlos wird die Fürstin Eboli zur Rächerin und verbündet sich mit den Falschen.

Im Korsett des Hoflebens finden Gefühle keinen Ausweg, vor den Intrigen der Ehrgeizigen gibt es kein Entkommen.

„Don Karlos“ bleibt mit seinem Gedankenreichtum, seinen plastisch gearbeiteten Gestalten und seiner Leidenschaftlichkeit eines der bedeutendsten Werke der deutschen Bühnenliteratur.

Der Regisseur über seine Inszenierung

„Don Karlos“ ist das spannendste Geschichtsdrama Schillers. Gleich drei pralle Konfliktstoffe packte Schiller in dieses Stück: Aufklärung über die spanische Inquisition, Freiheitskampf der Spanischen Niederlande und die Liebe des Thronfolgers zu seiner Stiefmutter. Mit kompromissloser Feder schrieb Schiller einen Krimi über Vertrauen und Verrat. Er lässt seine Helden wie verwundete Stiere gegen die bestehenden Machtverhältnisse aufbegehren und grandios scheitern. In der eisigen Welt des Philipp II., greift ein geheimes Räderwerk von Intrigen in menschliches Handeln ein. Keiner kann dem anderen trauen.

Der verzweifelte Don Karlos, Sohn König Philipps II., liebt heimlich seine Stiefmutter, die seine Verlobte war, aber aus Staatsraison vom König geheiratet wurde. Der König wacht über sein katholisches Machtzentrum genauso misstrauisch, wie er eifersüchtig seinen Sohn und die Königin bespitzeln lässt. Die Handlung nimmt ihren Lauf mit tödlichen Folgen. Denn vor den Intrigen der Mächtigen gibt es kein Entrinnen. Es findet ein zerstörerischer Kampf für persönliche und politische Selbstbestimmung statt.
Schiller - das ist Welttheater!

Christoph Brück

 

Karten für die Vorstellung sind im Bücherturm, Tel.: 08431 / 64 23 92, in der Touristinformation, Tel.: 08431 / 55240, Fax: 55242, bei der Neuburger Rundschau, Tel. 08431 / 67 76 50 beim Donaukurier, Tel. 08431 / 6 47 65 20 oder per E-Mail: kultur@neuburg-donau.de erhältlich.

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Bernhard Mahler

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Pressesprecher

Rathaus, Zi. 2.09, 2. Stock
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