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Erste Ausstellung im sanierten Rathausfletz

Pressemitteilung vom 14.03.2013 | Bilder aus der Heimat

Rund 50 Arbeiten sind es, die unter dem Titel „Heimat“ ab kommenden Sonntag, 17. März, ab 11.30 Uhr im Neuburger Rathausfletz zu sehen sind. Die Ausstellung präsentiert damit einen Ausschnitt aus den umfangreichen Gesamtwerken der drei Künstler Rudolf Scharl, Josef Riedl und Georg Prändl, die nicht zuletzt durch ihre Arbeiten seit vielen Jahrzehnten die Neuburger Kunst- und Kulturszene maßgeblich geprägt haben. Dass Neuburg und die Umgebung auch das Werk der drei Künstler nachhaltig geprägt hat, belegen zahlreiche der ausgestellten Arbeiten.

So zeigen die 18 kleinformatigen Ölgemälde von Georg Prändl nicht nur bekannte Orte wie das Obere Tor, die Seminarkirche oder die Donaubrücke, auch malte er die klassische bayerische Brotzeit als Stillleben oder porträtierte Neuburger Persönlichkeiten, wie Kunibert Fieger oder zuletzt OB Dr. Bernhard Gmehling.  Trotz zahlreicher Stadtansichten kommt Prändl dabei immer wieder auf den Menschen zurück. So räkeln sich am Donauufer die Badegäste in der Sonne und auch auf dem Neuburger Wochenmarkt herrscht reges Treiben.

Die Aquarelle von Rudolf Scharl präsentieren Landschaften hingegen oft menschenleer. Von einem diffusen, fast sphärischen Licht durchflutet,  zelebriert Scharl die Schönheit der Neuburger Landschaft, die bei ihm nicht selten in weichen, süßlichen Pastelltönen erstrahlt. Mit leichtem Strich entfalten die Arbeiten in der Ferne erst die volle Wirkung. Wege verlaufen in die Tiefe bis zum Horizont und geben den  Bildern einen Ausdruck unendlicher Weite.  Nur selten ist hier der Mensch zu entdecken, zuweilen wird er nur über Fußabdrücke im Schnee angedeutet. Wenn er abgebildet ist, dann bleibt er Passant, unpersönlich, nur schmückendes Beiwerk. Die Hauptrolle spielen bei Scharls Gemälden nur Licht, Farbe und Natur.

Suchend, fragend, konzentriert, so porträtiert sich Josef Riedl  in einem Porträt von 1977 selbst. Im Zentrum der kleinen Zeichnung, liegt  die strenge Augenpartie, die durch eine schwere Brille noch betont wird, - kein Zweifel, die Sinne des Bildenden Künstlers sind auf das Visuelle ausgerichtet. Mit Blick auf die ausgestellten Arbeiten zeigt sich deutlich, dass Riedl stets auf der Suche nach Verbesserung ist. Materialien und Motive testet er stets aus und legt sich auch im Alter noch nicht fest. Faszinierend ist  die Detailversessenheit einiger Gemälde, ob es sich nun um die vergessene Wäsche im Zimmermannsgarten handelt oder um einen Maschendraht in der Schneelandschaft. In einer der späten Arbeiten, der Sandgrube bei Sinning  von 1990, zeigt sich, dass der Künstler mit dem Ungegenständlichen zunehmend kokettiert, die Komposition scheint hier beinahe über dem Motiv zu stehen, doch diesen letzten Schritt ist Riedl letztlich nicht gegangen.

 Die Ausstellung „Heimat“  ist in der Städtischen Galerie im Rathausfetz, Karlsplatz A 12, vom 17. März bis zum 7. April eintrittsfrei zu besuchen. Öffnungszeiten: Di. – Fr. 17 – 19 Uhr, Sa., So. und an Feiertagen  11 – 19 Uhr.

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Pressekontakt

Bernhard Mahler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

Rathaus, Zi. 2.09, 2. Stock
Telefon 0 84 31/55-2 02
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