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Stadthaus wird saniert

Pressemitteilung vom 29.01.2015 | Von der Kinderbewahranstalt zum modernen Kindergarten

Es hat Jagdutensilien aufbewahrt, Realschüler und kleine Kinder beherbergt, wurde von Beamten bewohnt, diente als Sitz der Stadtsparkasse und war Eiscafe sowie Chinarestaurant. Könnte das Haus „Theresienstraße B 199“ sprechen, es hätte viel zu erzählen. Seit Jahresbeginn wird das markante städtische Gebäude an der Ecke Theresien-/Franziskaner Straße aufwändig saniert und dient nach Fertigstellung als Erweiterung des städtischen Kindergartens.

Stadthaus wird saniert

OB Dr. Bernhard Gmehling (links) begutachtet gemeinsam mit Bernhard Stöckl (Mitte) und Alexander Regler vom Sachgebiet Hochbau die Baustelle

Lorena Acosta Cuesta und Bernhard Stöckl vom Sachgebiet Hochbau der Stadt Neuburg haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Baudenkmal der Unteren Stadt beschäftigt und dabei zwei Sanierungsschwerpunkte herausgearbeitet. Zum einen geht es um die Erweiterung des bestehenden Kindergartens in der Franziskaner Straße in das Eckgebäude hinein. Der älteste Kindergarten Neuburgs erhält einen neuen Gruppenraum sowie alle erforderlichen Nebenräume im ehemaligen China-Restaurant. Der Zwei-Gruppen-Kindergarten wächst bis zur Fertigstellung im September auf rund 470 qm. Die Stadt Neuburg investiert hierfür 475.000 Euro bei einem Zuschussvolumen von 200.000 € aus sog. FAG-Mitteln des Freistaates.

Als zweite Maßnahme steht bis Ende des Jahres die Modernisierung der Wohnungen im Obergeschoss sowie eine Fassadensanierung an. Die Außenhaut-Erneuerung geschieht selbstverständlich unter Berücksichtigung der Historie des Neo-Renaissancebaus und bezieht auch die Dämmung der Decke im Dachraum mit ein. Die beiden Wohnungen im ersten und zweiten Stock werden behutsam und unter Erhalt der historischen Elemente saniert. Dabei entstehen auf einer Fläche von etwa 130 qm zwei Wohnungen, die künftig an einen Sozialträger vermietet werden. Die beiden Maßnahmen kosten zusammen 530.000 Euro, der Städtebau-Förderanteil beläuft sich auf rund 300.000 Euro, wobei hiervon etwa 180.000 Euro Bund-Land-Mittel von der Regierung von Oberbayern bewilligt wurden.

Ein Haus mit Geschichte

Erbaut wurde das heute als Baudenkmal ausgewiesene Gebäude im 18. Jahrhundert von der Kurfürstlichen Regierung Neuburg. Damals war dort der sog. Rennbahnstadel eingerichtet, in dem man die Jagdutensilien der Hofhaltung aufbewahrte. Als gegen 1880 das königliche Landgericht errichtet wurde, mussten Wohnungen für die Beamten organisiert werden. Daraufhin wurde der Stadel zu einem Wohnhaus umgebaut. Kurz vor dem Jahrhundertwechsel zieht dann zunächst ein Teil der nebenan befindlichen Realschule in zwei Wohnungen sowie in eine weitere Wohnung die erste städtische „Kinderbewahranstalt“ ein.

Von 1932 bis 1957 war das Haus dann die Heimat der Stadtsparkasse Neuburg, gefolgt von einem Cafe mit Ladengeschäft. Zuletzt war im Erdgeschoss ab 1993 die asiatische Gaststätte „Peking“ zu finden.

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Pressekontakt

Bernhard Mahler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

Rathaus, Zi. 2.09, 2. Stock
Telefon 0 84 31/55-2 02
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