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Abschlussfeiern versuchsweise erlaubt

Pressemitteilung vom 11.04.2018 | Verbessertes Konzept - OB nimmt Verbot unter Auflagen zurück

Die Abschlussfeier am 30. Juni vergangenen Jahres auf der Brandlwiese hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Das Treffen von bis zu 500 Jugendlichen artete zu einem unkontrollierten Massenbesäufnis samt einhergehenden Schlägereien, Krankenwageneinsätzen und Sachbeschädigungen aus. Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling zog wenige Tage später aufgrund des nicht mehr abzuschätzenden Gefahrenpotentials die Reißleine und sprach ein generelles Verbot von Abschlussfeiern auf städtischem Grund aus. Seither hat sich einiges getan mit dem vorläufigen Ergebnis, dass das strikte Verbot für 2018 versuchsweise aufgehoben wird.

Auf Initiative von Stadträtin und Jugendreferentin Doris Stöckl haben über die vergangenen Monate hinweg in einem eigens eingerichteten Arbeitskreis Vertreter unterschiedlichster Organisationen und Einrichtungen zu dem Thema getagt. Dabei wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der dem Oberbürgermeister in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. 

„Ich habe mir die Konzeption genau angesehen, die großen Bemühungen der Arbeitskreisteilnehmer honoriert und schließlich verfügt, dass die Abschlussfeiern unter den neuen Maßgaben heuer versuchsweise erlaubt werden“, erklärt OB Dr. Gmehling dazu und ergänzt: „Mir ging es bei dem Verbot nie um eine Bestrafung, zumal es ja jedes Jahr eine neue Schülergeneration trifft. Gleichwohl konnte ich die teils strafrechtlich relevanten Auswüchse nicht mehr tolerieren.“

Das neu ausgearbeitete Regelwerk wird in den kommenden Wochen an die Schulleiter, die betroffenen Schulklassen sowie die Eltern weitergeleitet. Unter der Leitung von Jugendreferentin Doris Stöckl wird es dazu auch noch ein Treffen mit den Schülersprechern der Neuburger Schulen geben. 

Das Regelwerk in Kurzform:

  • die Abschlussfeiern werden von Vertretern des Jugendparlaments, des KJR, des Jugendzentrums, des Traumtheaters, des Bürgerhauses sowie der Aktion „Jugend stärken im Quartier“ begleitet 
  • es dürfen kein Schnaps oder sonstige Spirituosen konsumiert werden
  • es dürfen keine Trillerpfeifen zum Einsatz kommen
  • Müll und Flaschen sind eigenständig in einem bereitstehenden Container zu entsorgen
  • Musik darf nur in gemäßigter Lautstärke abgespielt werden
  • die Feiern enden verbindlich um 15 Uhr
  • die Stadt Neuburg begleitet die Veranstaltung mit dem Kommunalen Ordnungsdienst
  • an die Polizei ergeht die Bitte, den Jugendkontaktbeamten abzustellen

OB Dr. Bernhard Gmehling setzt jetzt auf Anerkennung und Vernunft: „Ich sehe das Engagement der beteiligten Organisationen mit Jugendreferentin Doris Stöckl an der Spitze als großes Entgegenkommen der öffentlichen Hand in Richtung Abschlussschüler. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Teilnehmern des Arbeitskreises. Jetzt gilt es das entgegenbrachte Vertrauen unter Beweis zu stellen und die berechtigte Freude zum verdienten Schulabschluss so zum Ausdruck zu bringen, dass niemand geschädigt wird und keine Gefahren für Leib und Leben bestehen.“

Ob das in die Jugend gesetzte Vertrauen berechtigt ist und das Feiern auch ohne Chaos und Zerstörung möglich ist, wird sich bei an den im Mai und Juni anstehenden „Haupt-Feiertagen“ zeigen.

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Bernhard Mahler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

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