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Die Agenda-Arbeitskreise im Überblick

Arbeitskreis Betrieblicher Umweltschutz

Erfahrungsaustausch zwischen Neuburger Betrieben. Themen sind u. a.:

  • Umwelt- und Entsorgungsproblematik,
  • Gefahrstoffe,
  • Kreislaufwirtschaft,
  • Wasserschutz,
  • Bundesimmissionsschutzgesetz,
  • Öko-Audit,
  • Aktion Kunst und Nützliches aus Abfall.

Neben diversen Vorträgen organisieren Mitglieder des Arbeitskreises in regelmäßigen Abständen Betriebsbesichtigungen in Neuburger Betrieben mit dem Ziel, durch Erfahrungsaustausch den betrieblichen Umweltschutz in Neuburg voran zu bringen.

Arbeitskreis Energie

Grundsätzliche Energiewende

Durch Energieeinsparung ohne Komfortverzicht und Steigerung der Energieeffizienz (z. B. Kraft-, Wärmekopplung) kann der jährliche Energieverbrauch drastisch gesenkt werden. Den verbleibenden Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken muss unser mittelfristiges Ziel sein. Die Teilnahme an den Neuburger Umwelttagen war für die Kommunikation dieser Ziele eine hervorragende Plattform.

Sonnenenergie

Angesichts steigender Energiepreise sollte zumindest bei allen Neubauten auf den Energieträger zugegriffen werden, der bislang noch nie eine Rechnung gestellt hat - die Sonne. Mit staatlicher Förderung lässt sich von Dächern direkt Wärme zur Brauchwasserbereitung ernten, die bei geeigneter Einbindung ins Heizsystem auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden kann. Man kann aber auch mittels einer Photovoltaikanlage elektrischen Strom erzeugen. In Neuburg sind bis heute Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 726 kWp ans Netz gegangen. Besonders hervorzuheben sind die beiden durch die Arbeitskreise Energie und Stadtentwicklung realisierten Bürger- Solarkraftwerke (91,3 kWp), an denen sich 28 Bürger beteiligten.

Vom Landwirt zum Energiewirt

Eine Energiequelle als Ersatz für fossile Energieträger ist die Biomasse. Sie bietet für die Landwirtschaft ein neues Betätigungsfeld und zugleich eine langfristige Einnahmequelle. Wenn in Zukunft der Landwirt wieder 30% seiner Flächen für Energieerzeugung nutzt, wird die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter sinken und die gesamte Wertschöpfung im eigenen Land bleiben. Das Ziel ist die dezentrale Energieversorgung aus regionalen Energieträgern. Ein Anfang wurde im Neuburger Stadtteil Heinrichsheim gemacht und auf ca. 1,6 ha die Enerpiepflanze Miscanthus angebaut.

f10

Wichtigstes Element ist die Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Forschungszentrum für Erneuerbare Energien Neuburg (f10). Die Realisierung des f10 ist als beispielhafter Prozess der Agenda-Arbeit zu sehen. Bereits bei Gründung der Arbeitskreise wurde erkannt, dass durch Kompetenzsicherung die hohen Zukunftspotentiale der Erneuerbaren Energien ausgeschöpft werden können.

Arbeitskreis Konsum und Ernährung

Etwa einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um über Themen wie

  • Ernährung,
  • Einkaufsmöglichkeiten in Neuburg,
  • "Was wird aus unserem Müll?",
  • Kompost statt Torf

zu diskutieren

Was der Arbeitskreis bis jetzt unternommen hat:
  • Jährliche Kompostaktion mit dem Ziel, die Neuburger Bürgerinnen und Bürger auf den Kompost der Neuburger Kompostieranlage aufmerksam zu machen und dadurch den Verkauf von Blumenerde mit Torf zu verringern.
  • Erstellung einer Broschüre "Anders Einkaufen in Neuburg".
  • Pressekonferenz zum Thema BSE.
  • Besuch des Klosters Plankstetten im März 2001. Themen waren der ökologische Landbau und die Weiterverarbeitung der selbst erzeugten Produkte.
  • Gesprächsrunde mit Bauernverbandsvertretern, Jungbauern und Biobauern zum Thema ökologischer Landbau im Landkreis Neuburg- Schrobenhausen.
  •  Meinungsumfragen im September 2001 auf dem Töpfermarkt zum Thema "Bauernladen in Neuburg".
  •  Podiumsdiskussion “Wohin Gen?”
  •  Tafel “Bio statt Gentechnik” im September 2005.

Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

Das oberste Anliegen des Arbeitskreises ist es, die Bürgerinnen und Bürger über die Ideen der Agenda 21 zu informieren. Außerdem unterstützt er die anderen Arbeitskreise bei deren Darstellung in der Öffentlichkeit und der Berichterstattung ihrer laufenden Projekte in den Medien.

Projekte und Aktionen:

Umwelttage 2004

Bei den Umwelttagen 2004 unterstützte der Arbeitskreis das Organisationsteam und brachte sich selbst mit einem Stand zum Thema "Agenda 21 - Was ist das eigentlich?" ein.

"Hallo Neu-Bürger"

Gemeinsam mit dem "AK Soziale Gemeinschaft" wurde eine Broschüre mit dem Titel "Hallo Neu-Bürger" erarbeitet. Darin erzählen aus dem Ausland neu zugezogene Bürgerinnen und Bürger ihre Geschichte. Besonders herausgestellt wurde darin, wie die Migranten in den Heimatländern lebten, warum sie nach Neuburg kamen und wie es ihnen hier gefällt. Bei der Bürgerkonferenz im vergangenen Jahr wurde dieses Heft unter großem Beifall vorgestellt.

Bürgerkonferenzen

Die Bürgerkonferenz im November 2004 wurde unter besonderer Berücksichtigung des Themas "Integration" ausgerichtet und von der Öffentlichkeit mit besonderem Interesse wahrgenommen. In diesem Jahr steht die Bürgerkonferenz unter dem Motto "Nicht mehr ernten als nachwächst" und wird umrahmt von der Veranstaltung "Tag der Agenda 21", die der Konferenz eine besondere Wichtigkeit verleiht

"Tag der Agenda 21"

Da nur wenige Menschen in der Region wissen, was die Agenda 21 erreichen möchte, richtete der Arbeitskreis den “Tag der Agenda 21” aus, bei der sich viele Neuburgerinnen und Neuburger- egal ob groß oder klein - mit dem Gedanken der Agenda 21 auseinandersetzten.

Arbeitskreis Soziale Gemeinschaft

Der Arbeitskreis "Soziale Gemeinschaft" gründete sich bei der ersten Bürgersversammlung, die in Neuburg im Rahmen der Agenda 21 veranstaltet wurde.

Die Kluft zwischen Jung und Alt, die Ausländerproblematik, wirtschaftliche und soziale Unterschiede Neuburger Bürger und das ständig wiederkehrende Schlagwort "Integration" waren und sind unter anderem die Themen, die den Arbeitskreis immer wieder beschäftigen. In verschiedenen Veranstaltungen und Projekten wurde an diesen Aufgaben gearbeitet. Unter anderem waren dies längerfristige Einrichtungen, wie der Neuburger Tafelladen und die Tauschbörse. Eine "Rollschuhaktion", ein Ausflug für Mütter aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, die Herausgabe der Broschüre “Hallo Neu-Bürger” mit den Erzählungen von Migranten oder ein Kongo- Abend sind einige Einzelaktionen, die vom Arbeitskreis durchgeführt wurden.

Wie in jedem Arbeitskreis so sind auch die Aktionen des AKs Soziale
Gemeinschaft immer nur kleine Schritte, die aber im Ganzen betrachtet
den Agendaprozess in die richtige Richtung bringen.

Arbeitskreis Stadtentwicklung

Der AK Stadtentwicklung verfolgt das Ziel, die Ideale der Agenda 21 in den Bereichen Existenzsicherung der nachfolgenden Generationen und Gestaltung des Wohnumfeldes zu verwirklichen. Dazu gehören:

Stadtgestaltung

Bei der Erarbeitung des Flächennutzungsplanes, der Ausweisung neuer Baugebiete und Themen der Stadtgestaltung arbeitet der AK mit dem Bauamt zusammen und bringt Anregungen für aktuelle Planungen. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung bei der Gestaltung unseres Wohnumfeldes. Der Umweltschutz sowie der Erhalt der Lebensqualität auch für nachfolgende Generationen unter Berücksichtigung von ökonomischen und sozialen Belangen ist zentrale Aufgabe des AKs.

Zukunftsweisende Wissenschaften und Technologien als Kristallisationspunkt für Erwerb und Wertschöpfung

Mit der Ansiedelung von zukunftsweisenden Wissenschaften und Technologien, die in Einklang mit den Zielen der Agenda 21 stehen, wird die nachhaltige Erwerbs- und damit Existenzsicherung gewährleistet. Die Errichtung des "Forschungszentrums für Regenerative Energien (f10)", das zu einem großen Teil auf die Aktivitäten der Agenda 21 zurückzuführen ist, ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung. Nun muss versucht werden, die im f10 freigesetzten Innovationen in Neuburg wirtschaftlich zu nutzen. Dies bewirkt eine Ansiedlung innovativer Unternehmen und damit neue Arbeitsplätze in der Region.

Lebensqualität

Wichtige Themen im AK sind gesundes Bauen und sozialverträgliches Wohnen und die Bündelung lokal vorhandener Kompetenz auf diesem Gebiet. Die erarbeiteten Grundsätze und Konzepte zur Verbesserung der Lebensqualität können bereits in naher Zukunft bei der Ausweisung neuer Baugebiete realisiert werden.

Ausbildung und Sensibilisierung

Vorrangiges Ziel im Bereich der Ausbildung und Sensibilisierung ist es, die kommende Generation mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit vertraut zu machen. In diesem Sinne werden wir die jüngere Generation in unsere Arbeit mit einbeziehen und sie an die Grundsätze und Ziele der Agenda 21 heranführen.

Arbeitskreis Verkehr

Ziele des Arbeitskreises Verkehr

Nachhaltige Mobilität

d. h. zukünftige Generationen müssen auch noch mobil sein können und die negativen Auswirkungen vor allem des Autoverkehrs auf die Gesundheit der Menschen (Atemwegserkrankungen, Lärmschädigung) sowie auf die Landschaft sollen geringer werden.

Stadtplanung

muss darauf achten, dass täglich zurückgelegte Wege möglichst kurz und umweltschonend sind.


Bisher durchgeführte konkrete Maßnahmen

Förderung klimafreundlicherer Kraftstoffe: Im Herbst 2005 eröffnet im Südpark eine Erdgastankstelle; Verhandlungen über Einrichtung einer Flüssiggastankstelle: Firma Wittmann plant eine Flüssiggastankstelle am Sehensander Weg.

Aufklärung über verbrauchsarme Autos im Rahmen der Neuburger Umwelttage. Aufklärung über spritsparendes Fahren. Förderung des Radverkehrs im Rahmen der Neuburger Radltage. Förderung der Fußläufigkeit der Innenstadt durch Anlegen eines Zebrastreifens am Kriegerdenkmal an der Luitpoldstraße.

Arbeitskreis Christlicher Umweltkreis (CUK)

Der CUK ist ein Arbeitsgremium der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden bzw. -verbände Neuburgs. Neben deren Vertretern können auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Zentrales Anliegen ist es, das Engagement der Kirchen für die Schöpfung zum Ausdruck zu bringen und dabei konkrete Ansatzpunkte für die Umsetzung zu entwickeln. Handlungsschwerpunkte liegen im sozialen Bereich und der Lokalen Agenda 21.

Aktivitäten
  • Initiierung des Agendaprozesses in Neuburg im März 1997
  • Aktion "Woche für das Leben 1999"
  • Workshop "Pfarrgemeinden im Agenda 21-Prozess 2000"
  • Photovoltaikkampagne für Pfarrgemeinden 2001
  • OB-Kandidaten-Runde 2002
  • Ökumenische Andacht an den Neuburger Umwelttagen 2004
  • Ökumenische Marktandacht am “Tag der Agenda 21”
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