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Lokale Agenda 21 in Neuburg

In Neuburg ist der Agendaprozess bereits im März 1997 angelaufen. Mittlerweile engagieren sich fast 100 Personen in sieben Arbeitskreisen für die Umsetzung der Lokalen Agenda 21 Neuburg und jedes Jahr kommen neue Interessenten hinzu. Die Arbeitskreise können bereits eine Vielzahl von Erfolgen vorweisen. Rechtliche Grundlage für den Agendaprozess in Neuburg stellte eine Satzung für die Lokale Agenda 21 dar, die am 01. Januar 1999 in Kraft trat (siehe Anhang). Mit dieser Satzung bekunden Politik und Verwaltung in Neuburg ihr Interesse an der Umsetzung der Ziele der Lokalen Agenda 21 und verpflichten sich, Interessen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und den Agendaprozess zu unterstützen.

Aufbau der Lokalen Agenda 21 Neuburg

Getragen wird die Lokale Agenda 21 von den Neuburger Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen auf möglichst breiter Ebene in den Agendaprozess intergriert und an Entscheidungen beteiligt werden.

Die Bürgerkonferenz Agenda 21 findet einmal im Jahr statt und stellt ein Bürgerforum dar, an dem alle interessierten Bürger Neuburgs teilnehmen können. Die Bürgerkonferenz bietet Raum für die Informationen und Diskussionen mit den Arbeitskreisen, der Politik und der Verwaltung.

Die Agenda-Arbeitskreise erarbeiten Handlungsalternativen und Entscheidungsvorschläge zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21. Sie sind jederzeit offen für interessierte Bürger. Bei Bedarf werden weitere Arbeitskreise gebildet.

Am 19. November 1997 wurde zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 ein Agendarat gegründet. Das Gremium setzt sich zusammen aus sieben Mitgliedern des Stadtrates, dem Agendabeauftragten, acht Vertretern aus den Arbeitskreisen sowie der Umweltingenieurin. Aufgabe des Agendarates ist es, die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen voranzubringen und dabei die Belange der Arbeitskreise mit denen der Politik und Verwaltung zu verknüpfen. Sprecherin des Agendarates ist die Umweltingenieurin der Stadt. Sie ist Ansprechpartnerin für die Belange der Lokalen Agenda 21 und vertritt die Anträge aus dem Agendarat und den Arbeitskreisen in den entsprechenden Gremien.

Vorschlägen aus dem Agendarat werden zur weiteren Entscheidung an die zuständigen Ausschüsse (z. B. Bau-, Planungs- und Umweltausschuss), direkt an den Stadtrat oder an die Verwaltung weitergeleitet.

Aufbau Lokale Agenda 21

Förderung von Maßnahmen zum Einsatz von umweltschonenden Technologien

In den Jahren 1999 bis 2004 wurden im Stadtgebiet Neuburg 267 Solaranlagen mit einer Gesamtfläche von 1.800 m² durch die Stadt Neuburg gefördert. Mit diesen Solaranlagen werden jährlich ca. 55.000 l Heizöl und mehr als 435 Tonnen CO2 eingespart. Zudem speisen insgesamt 107 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 726 kWp umweltfreundlichen Strom ins Netz ein. Rund 700.000 kWh werden im Stadtgebiet Neuburg jährlich durch Sonnenlicht erzeugt. Die CO2-Einsparung durch Photovoltaik beträgt in Neuburg ca. 414 Tonnen pro Jahr (Stand 12/2004). Die Stadt Neuburg bezuschusst neben Solar- und Photovoltaikanlagen auch Pellets- und Stückholzheizungen mit Pufferspeicher, Regenwasserrückgewinnungsanlagen sowie die Wärmedämmung von Dach und Außenwänden. Das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 bietet hierfür eine kostenlose, unabhängige Beratung an. Weitere Informationen, Richtlinien und Förderanträge sind im Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 erhältlich.

Geförderte Solar- und Photovoltaikanlagen 1998 bis 2004

Balkendiagramm

Aufgaben und Ziele des Förderprogramms

Rund ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Raumheizung. Durch Wärmedämmung, die Nutzung von Sonnenergie und Holz als erneuerbarer Energieträger können wir die Umwelt entscheidend entlasten. Darüber hinaus bietet Photovoltaik dem Hausbesitzer die Möglichkeit, elektrischen Strom umweltfreundlich zu erzeugen. Mit dem Förderprogramm Klima- und Ressourcenschutz will die Stadt Neuburg die Bürger der Stadt motivieren, in umweltfreundliche, erneuerbare Energien zu investieren. Die Stadt Neuburg leistet damit einen messbaren Beitrag zur CO2 -Reduktion und zum Schutz des Klimas. Zudem wird durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien das heimische Handwerk gefördert. Um mit der Förderung einen Anreiz zu schaffen, aber keine Überförderung zu bewirken, ist eine regelmäßige Anpassung der Richtlinien an die aktuellen Fördermaßnahmen des Bundes und des Landes unter Berücksichtigung der aktuellen Preisentwicklung notwendig.

Solarkraftwerke in Neuburg an der Donau

Mit Unterstützung der Agenda-Arbeitskreise Energie und Stadtentwicklung hat die Stadt Neuburg zwei Bürgersolarkraftwerke im Stadtgebiet errichtet. Neuburger Bürger, die sich an den Solarkraftwerken beteiligten, erhielten von der Stadt Neuburg einen Zuschuss. Das Solarkraftwerk Neuburg 1 hat eine Leistung von 61,6 kWp und befindet sich auf dem Parkbad. Die Leistung des Solarkraftwerks Neuburg 2 beträgt 29,7 kWp und wurde auf einem privaten Gebäude in Neuburg-Marienheim errichtet. Die beiden Solarkraftwerke Neuburg 1 und 2 sind Projekte, die Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit vorbildhaft vereinen. Mit den Solarkraftwerken wurde ein Beitrag zur CO2-Reduktion geleistet, das heimische Handwerk gefördert und Bürger motiviert, in umweltfreundliche Solarenergie zu investieren. Die Bürgersolarkraftwerke unterstreichen das Image einer zukunftsorientierten, umweltbewussten Stadt.

Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden der Stadt Neuburg

Für die städtischen Gebäude Schwalbangerschule, Brändströmkindergarten, Kindergarten Bittenbrunn, Mehrfachturnhalle, Stadttheater und Theresienstraße B 198/199 wurden Energiekonzepte mit Maßnahmenkatalogen durch ein Ingenieurbüro erstellt. Ziel der Energiekonzepte ist die Einsparung von Wärmeenergie, Strom und Wasser. Auch beim Energiecontrolling der städtischen Schulen ist die Energieeinsparung das Ziel. Der Heizenergie-, Strom- und Wasserverbrauch wird regelmäßig überprüft, so dass auf außergewöhnlich hohe Verbräuche sofort reagiert werden kann. Im Jahr 2002 wurde mit der Hauptschule Neuburg der Energiesparwettbewerb "Fifty-Fifty" durchgeführt, wobei 75 % der Einsparungen die Schule als "Belohnung" erhielt. Im Jahr 2005 wurde eine Diplomarbeit zum Energiemanagement städtischer Gebäude vergeben.

Energiekonzept für die Stadt Neuburg

In enger Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 wurde im Jahr 2005 im Rahmen einer Diplomarbeit ein Energiekonzept für die Stadt Neuburg erstellt. Das Energiekonzept zeigt den Energieverbrauch der Stadt Neuburg auf und bietet Lösungsansätze zur Verringerung des Energieverbrauchs an.

Mustersiedlung mit Nahwärmekonzept

Für das Baugebiet "Obere Stockäcker" in Bruck wird ein Nahwärmekonzept entwickelt. Darüber hinaus wird beim Verkauf der städtischen Grundstücke der Bau von Niedrigst-Energiehäusern vorgeschrieben mit dem Ziel, eine Mustersiedlung im Sinne der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau zu schaffen (Stand 10 / 2005). Weitere Informationen sind im Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 erhältlich.

Errichtung eines Forschungszentrums für Erneuerbare Energien in Neuburg an der Donau

Zusammen mit der Lokalen Agenda 21 wirkte das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 maßgeblich an der Initiierung und Gründung des Forschungszentrums für Erneuerbare Energien (f10) mit. Das Forschungszentrum für Erneuerbare Energien wurde im Juli 2005 eingeweiht.

Beratung durch das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21

Zentrale Aufgabe des Sachgebiets Umwelt und Agenda 21 ist die Bürgerberatung. Das Beratungsangebot liegt schwerpunktmäßig bei den Themen Solarkollektortechnik, Photovoltaik, Pellets- und Stückholzheizungen, Niedrigenergie- und Passivhausbauweise sowie bei der Wärmedämmung. Darüber hinaus berät das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 zu Fördermöglichkeiten beim Hausbau, Renovierung und Einsatz umweltschonender Technologien. Ein brisantes Thema ist nach wie vor der Mobilfunk und seine gesundheitlichen Auswirkungen. Weitere Themenfelder der Beratung sind die Haushaltstechnik, gesundes Wohnen und die Agenda 21. Grundsätzlich ist das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 Anlaufstelle für Umweltthemen jeglicher Art. Die Beratung per E-Mail wird zunehmend in Anspruch genommen.

Öffentlichkeitsarbeit

Das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 organisiert und hält Vorträge zu den Themen Energiesparen, Einsatz erneuerbarer Energien, gesundes Wohnen, Umweltschutz und Agenda 21.

Umweltpreis

Insgesamt 11 Mal hat die Stadt Neuburg den mit 1.500 Euro dotierten Umweltpreis bereits verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen, die zum Umwelt- und Naturschutz im Stadtgebiet Neuburg beitragen sowie vorbildliche Maßnahmen zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21. Im Jahr 2003 teilten sich Herr Albert Scherer, Leiter der Naturschutzgruppe der Wasserwacht sowie die Wasserwacht-Jugend der Ortsgruppe Neuburg den Preis.

Naturschutz

Im Frühjahr jeden Jahres wird die Aktion "Saubere Landschaft" durch das Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 durchgeführt.

Broschüren

Broschüren des Bundes und Landes zum Energiesparen, Bauen, Renovieren, Nutzung von Regenwasser, Natur- und Umweltschutz sind im Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 erhältlich.

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