Sie sind hier: Startseite > Rathaus > Umwelt & Agenda 21 > Umwelttage > E-Mobilität – Was bewegt uns morgen?

E-Mobilität – Was bewegt uns morgen?

Umweltbelastungen in Städten, der Klimawandel und die Endlichkeit fossiler Energieträger erfordern neue Lösungsansätze für die weltweit zunehmende Mobilität. Die Elektromobilität ist eine vielversprechende Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor, da die Emissionen der Fahrzeuge gleich null sind.

Vor allem in den Städten wird die schlechte Luft mit der wachsenden Zahl an Autos zum immer größeren Problem, dem wir begegnen müssen. Mit dem zunehmenden Einsatz von Elektro-Autos können Lärm und Emissionen in den Städten reduziert werden können.

CO2-Bilanz schon heute besser, als bei Verbrennungsmotoren

Im bundesweiten Strommix ist der Anteil Erneuerbarer Energien noch gering. Doch bereits zum jetzigen Zeitpunkt wird mit Elektrofahrzeugen mit dem heutigen Energiemix der Stromerzeugung um mindestens ein Drittel weniger CO2 produziert, als wenn man die gleiche Strecke mit einen herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor zurück legt.
Der CO2-Ausstoß eines E-Autos hängt nur vom CO2-Ausstoß der Herstellung des “getankten” Stromes ab. Ein heute gekauftes E-Auto wird sich an der Steckdose in 20 Jahren umweltfreundlicher betreiben lassen als heute. Ein Auto mit Verbrennungsmotor wird in 20 Jahren genauso viel CO2 ausstoßen wie zu seinem Kaufdatum.

Elektro-Mobilität am besten regenerativ

Langfristig ist Elektromobilität vor allem dann sinnvoll, wenn der dafür benötigte Strom aus Erneuerbaren Energien gezeugt wird. Schon jetzt gibt es für das Elektrofahrzeug Solar-Carports. Nur 20 m² Kollektorfläche reichen aus, um ein Elektroauto mit ca. 15.000 km jährlicher Fahrleistung mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.

Das Zukunftskonzept sieht jedoch so aus, dass solche Solar-Carports großflächig auch bei Firmen und Einkaufszentren errichtet werden. Das hat den Vorteil, dass das Fahrzeug vor Witterung geschützt ist und gleichzeitig mit umweltfreundlichem Strom versorgt wird. Da die meisten Personen acht Stunden und mehr in der Arbeit sind, wäre das Aufladen des Fahrzeugs beim Arbeitgeber eine optimale Lösung. Doch auch zwei oder drei Stunden beim Einkaufscenter reichen aus, um die Batterie nach zu laden.

Besitzer eines E-Fahrzeugs die heute schon umweltfreundlich tanken wollen können dies mit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach oder dem Carport tun oder sie fragen bei den Stadtwerken Neuburg nach dem Donaustrom.

Birgit Bayer-Kroneisl
Umweltingenieurin der Stadt Neuburg

Artikelaktionen