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Blick zurück im Zorn

Pressemitteilung vom 25.03.2009 | Schauspiel von John Osborne (Koproduktion Theaterlust München und Schlote production Gmbh Salzburg)

Der junge, wilde Jimmy Porter von einst kämpft nicht mehr gegen ein Establishment, sondern richtet seinen glühenden Hass gegen die allgemeine Attitüde des „Irgendwie“. Er fordert ein Bekenntnis, das Einstehen für Werte, klare Signale in einem Meer der Beliebigkeit. Zielscheibe seiner wütenden Ohnmacht ist seine Frau Alison, die seinen fast schon schizophren anmutenden Rundumschlägen nicht gewachsen ist.

Mittwoch, 1. April 2009, 20 Uhr
Donnerstag, 2. April 2009, 20 Uhr

Hier wird Jimmy zur tragisch-komischen Figur. Die Umsetzung seiner Wertvorstellung im eigenen Umfeld misslingt ihm völlig. Alison verlässt die mit Jimmy und dessen Kumpel Cliff geführte Wohngemeinschaft und damit auch die Ehe. Selbst ihre Schwangerschaft kann sie ihm nicht offenbaren. Zurück bleibt Jimmy, dessen genialischer Lebensanspruch und Selbstmitleid sich mehr und mehr zu einem selbstzerstörerischen Konglomerat mischen. Ein belfernder Narr ohne Hof und König.
Trotz einer erotischen Eskapade mit Helena, einer Freundin Alisons, stumpft Jimmy zusehend ab. Noch einmal kehrt Alison zu ihm zurück und er erfährt nun doch, dass er Vater wird. Tief bewegt gewinnt die in ihm vergrabene Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit die Oberhand. Ein fragiles und mehr als offenes Ende! Jimmy Porter ist ein roher und gemeiner Protagonist, gleichzeitig hat ihm der Autor aber eine verletzliche und selbstzweiflerische Ebene mitgegeben, was dieses Stück zu einem großen Drama macht.

Die Uraufführung 1956 machte den 26-jährigen John Osborne über Nacht berühmt. Der Zorn des Protagonisten Jimmy Porter ging in die Theatergeschichte ein, worauf der Begriff des angry young man geboren war, welchen eine ganze Generation junger Autoren für sich beanspruchte. Heute gilt Blick zurück im Zorn als Klassiker der modernen Theaterliteratur.

In den 50er und 60er Jahren stand Jimmy Porter für ein Aufbegehren gegen das Verdrängen. Man versuchte Krieg, Verlust, Tod und Verbrechen hinter sich zu lassen um nach vorne zu blicken. Der Jimmy Porter des neuen Jahrtausends begreift sich in einem ganz anderen Kontext. Anything goes, unendliche Freiheit und Möglichkeiten auf der einen, Chancenlosigkeit und massive Existenzangst auf der anderen Seite sind die Überschriften unserer Zeit.

Karten für die Vorstellung sind im Bücherturm, Tel.: 08431/642392, in der Touristinformation, Tel.: 08431/55240, Fax: 55242, bei der Neuburger Rundschau, 08431/ Tel. 67 76 50 beim Donaukurier , Tel. 08431 / 6 47 65 20 oder per E-Mail: kultur@neuburg-donau.de erhältlich.

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Bernhard Mahler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

Rathaus, Zi. 2.09, 2. Stock
Telefon 0 84 31/55-2 02
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