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Vortrag zu Photovoltaik stößt auf große Resonanz

Pressemitteilung vom 20.04.2010 | Die Nachfrage ist zur Zeit größer als das Angebot

Am vergangenen Donnerstag hatten das Sachgebiet Umwelt und der Arbeitskreis Betriebliche Umweltschutz der Lokalen Agenda 21 zum Vortrag Photovoltaik – Planung, Bau und Betrieb von Anlagen eingeladen. Der Panoramasaal der Raiffeisenbank war mit über 80 interessierten Zuhörern gut gefüllt. Aufgrund der Ankündigung der Regierung, die Einspeisevergütung Mitte des Jahres nochmals zusätzlich zu senken ist die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen drastisch gestiegen, doch warnen Experten vor Panikkäufen.

Umweltreferent Stadtrat Katzki rät allen, die in diese zukunftsweisende Technologie investieren wollen, auf heimische Fachbetriebe zu bauen und nicht überstürzt auf augenscheinlich kostengünstige Angebote aus dem Internet zurück zu greifen, bei denen die Qualität der Ware und Garantieleistungen nicht immer einwandfrei sind.

Dem pflichtet auch Referent Tobias Stuhlenmiller von der Hochschule Biberach und Mitarbeiter am Forschungszentrum für Erneuerbare Energien (f10) bei. Eine Photovoltaikanlage sollte immer individuell konzipiert werden. Denn der Ertrag und damit die Rendite einer Photovoltaiknlage werden nicht nur vom Wirkungsgrad der Module bestimmt, sondern hängen vor allem von der richtigen Auswahl und Abstimmung aller Einzelkomponenten hin zu einem optimalen Gesamtsystem ab. So müssen beispielsweise Größe und elektrische Eigenschaften des Wechselrichters exakt auf die Modulstrings auf dem Dach abgestimmt werden.

Und dies ist derzeit nicht immer einfach, denn die Liefersituation im Wechselrichter-Markt hat sich in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt, weshalb nicht immer der zum System am Besten passende Wechselrichter zur Verfügung steht. Tobias Stuhlenmiller warnt deshalb vor vorschnellen Entscheidungen beim Kauf einer Anlage. Panikkäufe sind – so Stuhlenmiller – auch nicht nötig, denn eine ideal geplante und ausgeführte Anlage ist in der Lage die zukünftig sinkende Einspeisevergütung durch einen optimalen Ertrag bei gleichzeitig geringeren Investitionskosten mehr als wett zu machen.

Bei den Modultypen unterscheidet man zwischen monokristallinen, polykristallinen und amorphen bzw. neuartigen Dünnschichtmodulen, die je nach Größe, Geometrie und Ausrichtung des Daches alternativ eingesetzt werden können. Beim Vergleich mehrerer Angebote sollte der Kunden darauf achten, dass die angebotenen Module nach IEC zertifiziert sind, dass deren zulässige Leistungsabweichung nach unten möglichst gering ist und dass die Module ausnahmslos mit Messprotokollen, den sogenannten Flasherdaten ausgeliefert werden.

Darüber hinaus ist auf den Firmensitz des Modullieferanten zu achten: sollte es notwendig sein Garantieleistungen des Modulherstellers in Anspruch nehmen zu müssen (Produkt- bzw. Leistungsgarantie), gelingt dies am einfachsten, wenn dessen Vetriebspartner in Deutschland ansässig ist. Die Auswahl des Wechslerichters sollte möglichst herstellerneutral erfolgen.

Eine praxisentscheidende Bewertungsgrundlage liefert z.B. der sogenannte Eurowirkungsgrad, der in den technischen Unterlagen der Hersteller enthalten ist. Je höher der Eurowirkungsgrad, desto höher der Anlagenertrag in der Praxis. Eine potentielle Verschattung der Anlage kann nur richtig beurteilt werden, wenn der Fachmann das Dach vorher besichtigt. Vor Internetangeboten per Formular sei daher gewarnt.
Bei der Montage selbst ist auf eine gute Hinterlüftung der Anlage zu achten. Denn wenn im Sommer die Temperaturen auf dem Dach ansteigen, sinkt der Wirkungsgrad der Module. Das Montagematerial sollte ausschließlich aus Aluminium und Edelstahl bestehen.

Fotovoltaikanlagen sind individuell als System zu planen. Ist eine Anlage gut geplant, kann mit 12-15% Mehrertrag im Vergleich zu einer durchschnittlich geplanten Anlage gerechnet werden. Da lohnt es sich, Angebote gewissenhaft zu vergleichen.

Aus dem Arbeitskreis Energie der Lokalen Agenda 21 informierten Elektro Fuhr und Hermann Schläfer der Firma Naturkraftsysteme über den aktuellen Stand in Neuburg. Natürlich seien die Auftragsbücher voll, doch werden die Kunden individuell beraten und bedient und eine sorgfältige Planung mit guten Anlagenkomponenten garantiert.

Fragen können an die Bürgerberatung des Sachgebiets Umwelt und Agenda 21 der Stadt Neuburg unter der Tel.-Nr. 55-336, email: umwelt@neuburg-donau.de

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Bernhard Mahler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher

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