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Ulrich Noethen und Crescentia Dünßer

Pressemitteilung vom 05.12.2011 | In unaussprechlicher Heiterkeit - Lesung mit Briefen von und Texten über Heinrich von Kleist

Acht Theaterstücke, acht Erzählungen, 234 Briefe und die sogenannte Kleine Prosa – ein vergleichsweise überschaubares Werk des Dichters Heinrich von Kleist, der sich am 21. November 1811, gerade einmal 34 Jahre alt, am Kleinen Wannsee bei Berlin erschossen hat.

Ulrich Noethen und Crescentia Dünßer

Ulrich Noethen

Samstag, 10. Dezember 2011, 20 Uhr

Dem tragischen Schlussakkord im Leben Kleists ging ein Dasein voraus, das durch ständigen Wechsel geprägt war. Der junge Kleist erlebte mit der Weimarer Klassik, sowie der Vollendung der Aufklärung durch Immanuel Kant, „die Geniezeit“ deutschen Geisteslebens als Zeitzeuge mit. Fast in einem Atemzug wurde er von der Strömung der Romantik affiziert, die sich zum Gegenbild von Weimarer Klassik und Aufklärung stilisierte. Zwischen beiden Polen schwankend, mischte Kleist seinem Werk etwas Eigenes bei, wodurch er nur schwer in eine der beiden Gattungen eingeordnet werden kann.
Doch auch im wirklichen Leben war Kleist getrieben von Veränderungen. In seinem Lebenslauf fehlte es an Beständigkeit, so wechselte er oftmals Anstellung, Ausbildungsstätte und Wohnort.

Seine Briefe geben Zeugnis von seinen Verwirrungen, der Suche nach Menschen, die ihn verstehen, nach Wahrheit, Ruhm und Ehre, nach Heimat. Sie schicken uns durch ein Wellenbad der Gefühle.

Ulrich Noethen prägte sich mit ausgesuchten Filmrollen als einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen ein, der 1998 als bester Hauptdarsteller mit dem Deutschen Filmpreis für "Comedian Harmonists" und 2001 mit dem Bayerischen Filmpreis für "Das Sams" ausgezeichnet wurde. Der wandlungsfähige Mime mit schütterem Haar und so melancholischen wie pfiffigen Augen ist für seine ausgefeilte Präzisionsarbeit bekannt und war eine feste Größe im Theaterleben. 1959 in München geboren, beendete er die Schauspielausbildung in Stuttgart und arbeitete an Bühnen in Freiburg, Köln und Berlin.

Von Dominik Graf wurde Noethen 1995 für das Fernsehen entdeckt und spielte in "Der Skorpion" als Gegenspieler von Götz George den in der Drogenszene mordenden Kommissar. Noethens fulminanter Einstieg verhalf ihm zu der Rolle des Harry Frommermann, der als kluger Kopf des A-Capella-Sextetts "Comedian Harmonists" die Gruppe trotz Protektion durch Feldmarschall Göring (Rolf Hoppe) nicht vor Verfolgung und Auseinanderbrechen retten kann. Eine bestechende Analyse der Nazi-Willkür lieferte Noethen als Ingenieur in "Viehjud Levi", wo er sich als Geliebter seiner Sekretärin (Martina Gedeck) geschmeichelt fühlt und die Dörfler gegen den titelgebenden Viehhändler Levi aufstachelt.

Ulrich Noethen war schon einmal im Februar 1998 bei uns im Theater zu Gast mit dem Stück „Quartett“ von Heiner Müller. Damals war er noch wenig bekannt. In den knapp 14 Jahren ist er einer der ganz großen deutschen Schauspieler geworden.

Crescentia Dünßer ist eine deutsche Regisseurin, Schauspielerin und Theaterleiterin. Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Theaters Neumarkt in Zürich zusammen mit Otto Kukla. Seitdem ist sie freischaffend, vor allem als Regisseurin am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Karten für die Vorstellung sind im Bücherturm, Tel.: 08431/642392, in der Touristinformation, Tel.: 08431/55240, Fax: 55242, bei der Neuburger Rundschau, Tel .08431/ 67 76 50 beim Donaukurier , Tel. 08431 / 6 47 65 20 oder per E-Mail: kultur@neuburg-donau.de erhältlich.

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Bernhard Mahler

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Pressesprecher

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