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Zahlen, Daten, Fakten
Neuburg an der Donau kurz und knapp
Bürgermedaillenträger
Die Verleihung der Bürgermedaille gründet auf Art. 23 der Bayerischen Gemeindeordnung sowie der entsprechenden Satzung der Stadt Neuburg. In letzterer heißt es: Die Stadt Neuburg an der Donau ehrt Bürgerinnen und Bürger sowie ausnahmsweise auch Persönlichkeiten, die nicht das Bürgerrecht der Stadt besitzen, die sich durch hervorragende Leistungen im Bereich von Politik, Wirtschaft, Kultur, Geistesleben und auf sozialem Gebiet verdient gemacht haben, durch Verleihung der Bürgermedaille der Stadt Neuburg an der Donau.
Die Bürgermedaille darf zweimal im Jahr vergeben werden. Sie wird durch Beschluss des Stadtrates verliehen. Die Zahl der Preisträger ist auf zwölf Lebende begrenzt.
Wirtschaft
Neuburg = Wirtschaftskraft
Neuburg an der Donau ist weithin bekannt als Renaissance- und Kulturstadt, die ihren Bürgern und Gästen hohe Aufenthaltqualität und Freizeitwert bietet. Einhergehend mit einem steten Bevölkerungszuwachs bedarf es auch einem "Mehr " an Infrastruktur. Bauland, Verkehrswege, Betreuungs- und Schulangeboten.
All diese Leistungen sind nur möglich, wenn auch die Einnahmeseite stabil vorhanden ist. Deshalb ist es dauerhafte Pflicht und Aufgabe, den Wirtschaftsstandort zu pflegen und damit beste Voraussetzungen für eine dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg zu legen.
Gewerbekartei
Um 1927 begann die Stadtverwaltung Neuburg damit, eine Gewerbekartei anzulegen. Aus dieser Zeit haben sich nur sehr wenige Karten erhalten. Ein Großteil des Bestandes setzt erst ab Ende des Zweiten Weltkrieges um 1945 ein. Die Kartei wurde bis etwa Mitte der 1990er Jahre in Papierform weitergeführt und befindet sich heute im Stadtarchiv.
Die Kartei gibt einen sehr umfangreichen Einblick in die Vielfalt des Neuburger Geschäftslebens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben den Lebensdaten des Geschäftsführers wurden darin die Geschäftsadresse und die angebotenen Produkte verzeichnet.
Die erste Gewerbekarte des Fotoateliers Sayle aus den 1920er Jahren war noch recht einfach gehalten: Julius Sayle (geboren 1895 in Neuburg) vertrieb zunächst Spirituosen - er schank Branntwein aus. Zeitgleich war er Fischer. Im Jahr 1927 meldete er sein Fotoatelier mit Fotohandlung an. Das Fotogeschäft lag in der Schrannenstraße C 57 und bestand bis 2000.
Tag der Städtebauförderung
Für starke Quartiere, ein attraktives Lebensumfeld
und ein gutes Leben in der Nachbarschaft Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung. Als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen unterstützt sie seit 1971 unsere Städte und Gemeinden, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln und umzusetzen. Immer wieder neue und sich ändernde Herausforderungen wirken sich auf das Zusammenleben in Stadt und Land aus. Dazu zählen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Digitalisierung und demografischer Wandel, Strukturveränderungen bei Handel und Gewerbe, die Erneuerung der kommunalen Infrastruktur, aber auch die Erhaltung der städtebaulichen Identität. Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund. Ausführliche Informationen gibt es auf Tag der Städtebauförderung - Bürgerhaus-Neuburg
und ein gutes Leben in der Nachbarschaft Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung. Als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen unterstützt sie seit 1971 unsere Städte und Gemeinden, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln und umzusetzen. Immer wieder neue und sich ändernde Herausforderungen wirken sich auf das Zusammenleben in Stadt und Land aus. Dazu zählen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Digitalisierung und demografischer Wandel, Strukturveränderungen bei Handel und Gewerbe, die Erneuerung der kommunalen Infrastruktur, aber auch die Erhaltung der städtebaulichen Identität. Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund. Ausführliche Informationen gibt es auf Tag der Städtebauförderung - Bürgerhaus-Neuburg
Förderprogramme
Der Klimaschutz ist für die Stadt Neuburg an der Donau schon immer ein wichtiges Thema. Seit 1992 fördert die Stadt Maßnahmen, die zum Schutz von Umwelt und Klima beitragen. Mit dem Neuburger Energieleitbild hat sich die Stadt Neuburg zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 30 % CO2 zu sparen.
Die Energiewende kann nur mit vereinten Kräften gelingen. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Haushalte in Neuburg konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Schutz von Ressourcen umsetzen. Mit dem Förderprogramm Klima- und Ressourcenschutz und der Positivliste beim Verkauf städtischer Grundstücke möchte die Stadt Neuburg die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neuburg unterstützen, einen individuellen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.
Das Sachgebiet Umwelt berät bei Fragen rund um Sanierung und Förderung.
Häuserkartei
Die Stadtverwaltung Neuburg hat um 1930 damit begonnen, eine Häuserkartei anzulegen. Sie ist nach Straßen und Hausnummern geordnet und wurde bis etwa 1980 geführt. Auf den Karteikarten befinden sich Angaben zum Eigentümer des Gebäudes und zu den Mietern. Oft sind Berufe mit angegeben, frühere oder spätere Wohnorte der Personen und das Einzugs- und Auszugsdatum. Manchmal gibt es Angaben darüber, welche Geschäfte in dem Haus beheimatet waren. Familienforscher finden oft auch Angaben zu den Geburts- und Sterbedaten der Bewohner, ihren Familienstand oder auch Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit.
Für die eingemeindeten Ortsteile existieren teilweise auch Häuserkarteien, die im Stadtarchiv Neuburg aufbewahrt werden.
Hier sehen Sie den Beginn der Häuserkartei für die Amalienstraße 47. Damals befand sich in dem Gebäude die Buchdruckerei Loibl. Heutzutage hat darin das Stadtarchiv seinen Sitz.
WLAN Neuburg
Freies Internet an fünf Plätzen
Es ist ein Service für alle Bürger, Kunden und Gäste Neuburgs und damit ein echter Gewinn für die Stadt – das seit 2014 bestehende Neuburg-WLAN. An insgesamt fünf innerstädtischen Plätzen wurde im Kooperation mit dem Stadtmarketing Neuburg an der Donau e. V. ein öffentliches WLAN-Netz eingerichtet. Der Internet-Service ist mit 24 Stunden durchgehender Nutzungszeit ein echter Gewinn für Neuburg.
Trauungstermine
Trauungen sind beim Standesamt Neuburg an der Donau von Montag bis Donnerstag, vormittags und nachmittags, freitags bis 11:30 Uhr sowie an ausgewählten Samstagen von 10 bis 14 Uhr möglich.
Sie können sich bereits weit vor der offiziellen Anmeldung der Eheschließung Ihren Termin für Ihre standesamtliche Trauung vormerken lassen. Terminreservierungen werden derzeit für Trauungen im Jahr 2026 und im Jahr 2027 entgegengenommen. Die offizielle Anmeldung der Eheschließung ist frühestens sechs Monate vor der Eheschließung möglich.
Wir möchten die bestmögliche Beratung für Ihre Trauung. Aus diesem Grund bieten wir derzeit keine Online-Terminreservierung für Trauungstermine an. Gerne können Sie aber telefonisch Ihren Eheschließungstermin reservieren. Eine gemeinsame persönliche Vorsprache ist grundsätzlich erst bei der Anmeldung der Eheschließung - frühestens sechs Monate vor dem Trauungstermin - erforderlich. Falls Sie dennoch einen persönlichen Beratungstermin wünschen, können Sie diesen jederzeit online über unsere Homepage vereinbaren.
» Beratungstermin vereinbaren «
Rund ums Grab
Grabmalvorschriften | Grabmalgenehmigungen
Die jeweiligen Vorschriften sind in der Friedhofsatzung § 19 ff. festgelegt.
Das Aufstellen der Grabmale darf nur durch einen Fachbetrieb (Steinmetz) ausgeführt werden. Der jeweilige Steinmetz hat vorher einen entsprechenden Antrag mit Plan bei der Stadt Neuburg a.d. Donau, Sachgebiet 285, einzureichen und genehmigen zu lassen. Entsprechende Auskünfte und Vordrucke erhalten sie beim Sachgebiet 285. Die Gebühr für die Grabmalgenehmigung beträgt 2 % vom Grabmalanschaffungspreis. Der Grabeigentümer erhält hierüber einen entsprechenden Bescheid. (Einen Antrag hierzu finden Sie unter dem Text.)
Ruhefristen
Unter Ruhefristen (oder Ruhezeiten) versteht man den Zeitraum, innerhalb dem – berechnet von der letzten Bestattung – ein Grab nicht erneut wieder belegt werden darf. Einmal soll damit eine ausreichende Verwesung der Leiche (gesundheitlicher Gesichtpunkt) gewährleistet, zum anderen einer angemessenen Totenehrung (sittlicher Gesichtspunkt) Rechnung getragen werden.
Die Fristen werden unter Berücksichtigung der örtlichen Bodenverhältnisse im Benehmen mit dem Gesundheitsamt festgelegt.
Die Fristen betragen für
Erdbestattungen (Sargbestattungen)
Erwachsene: 15 Jahre
Kinder bis 12 Jahre: 8 Jahre
Urnenbestattungen: 10 Jahre
Grünabfälle
Für Grünabfälle und Reststoffe (Kerzenhüllen, Pflanztöpfe, usw.) stehen an den zahlreichen Abfallplätzen getrennte Behälter zur Verfügung
Alles verrottbare Grüngut aus der Grabbepflanzung usw. kommt in die großen Gitterboxen;
sonst. Reststoffe, wie Kerzenhüllen, Blumentöpfe und Verpackungsmaterial gehört in die Abfallständer (Sackständer)
Die Angehörigen können Trauerkränze und –gestecke bei den Abfallplätzen ablegen. Von dort erfolgt der Abtransport und die Entsorgung durch das Friedhofspersonal. Je Kranz oder Gesteck werden 7 Euro (Selbstkostenpreis) mit den Beerdigungsgebühren erhoben.
Für Ihre Mithilfe bei der Abfalltrennung dürfen wir uns bedanken.
Historie
Gründung des Seniorenbeirats
Schon in den 1990er Jahren konnte man erkennen, dass der demografische Wandel in unserem Land nicht mehr aufzuhalten ist und die Bevölkerung zunehmend älter wird. Kurz nach der Jahrtausendwende hat man sich deshalb auch in Neuburg mit der Thematik beschäftigt und erste Überlegungen zur Einrichtung eines Seniorenbeirats angestellt.
Überparteiliche Arbeitsgruppen diskutierten 2002 über die Rechtsform eines Seniorenbeirats, entwarfen eine Satzung sowie eine tragfähige Geschäftsordnung. Ende des Jahres fiel dann schon der einstimmige Beschluss des Stadtrates und so konnte am 16. Januar 2003 die konstituierende Sitzung mit Wahl der Vorstandschaft stattfinden.
Seither sind über über 20 Jahre vergangen und in diesen zwei Dekaden hat die starke Interessensvertretung sehr viel erreicht. Echte und spürbare Verbesseserungen im Alltagsleben sowie unzählige Erinnerungen an gemeinsame und Erlebnisse sind die Ergebnisse des ehrenamtlichen Einsatzes.
Auf einen Nenner gebrachte: Aus den mutigen Anfängen ist eine beachtliche Erfolgsgeschichte erwachsen.
Auf einen Nenner gebrachte: Aus den mutigen Anfängen ist eine beachtliche Erfolgsgeschichte erwachsen.
Bürgerversammlung 2021
Vielen Dank für die Teilnahme an der digitalen Bürgerversammlung 2021.
Ämter & Sachgebiete
Die Stadtverwaltung in Neuburg an der Donau ist in Ämter, Sachgebiete, Betriebe und Referate unterteilt. Den genauen Aufbau der Neuburger Verwaltung zeigt Ihnen das Organigramm.
In bestimmten Fachbereichen des Ordnungs-, Standes- und Einwohnermeldeamtes besteht die Möglichkeit der Online-Terminvereinbarung. Nutzen Sie unsere schnelle, unkomplizierte Terminreservierung.
TERMINVEREINBARUNG
GeWo Neuburg GmbH
Die GeWo Neuburg GmbH wurde am 9. Mai 1934 als Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH Neuburg an der Donau (kurz GeWo) gegründet.
Zweckbestimmung
Hauptzweck der Gesellschaft ist seit der Gründung im Jahre 1934 eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung im Raum Neuburg an der Donau. Im Rahmen dieser Zweckbestimmung errichtet die GeWo Wohngebäude und modernisiert ihren Wohnungsbestand.
Wohnen in Neuburg
Die Gesellschaft verfügt über einen Bestand von 351 attraktiven Wohnungen. Bei 151 sozial- und preisgebunden Mietwohnungen wird ein Wohnungsberechtigungsschein der Stadt Neuburg an der Donau benötigt. Die weiteren 200 Wohnungen können ohne „Zugangsbeschränkung“ angemietet werden.
Auf Grund der für Neuburg günstigen Mietpreise der GeWo ist es notwendig, direkt bei der Verwaltung (Joseph-Haydn-Straße 1) einen Mietinteressentenbogen auszufüllen. In der Regel werden freiwerdende Wohnungen der GeWo nicht in Zeitungen oder dem Internet beworben, sondern direkt Mietinteressenten aus der Warteliste angeboten.
Aktuelles
Für aktuelle Informationen folgen Sie bitte dem Link auf die Homepage der GeWo:
www.wohnen-neuburg.de
www.wohnen-neuburg.de
Josefine Muschler
Anschrift & Kontakt
Josefine Muschler
Molterstraße 18
86643 Riedensheim Telefon: 08431 8930 Ansprechpartner vor Ort: Josefine Muschler Sortiment Gartenblumen, Dahlienraritäten, alles ohne Chemie, Perlhühner, Zwergeier, Wachteleier für Hühnereialergiker geeignet, Eier von Rassegeflügel Herkunft aus eigener Produktion Sonstiges 80 verschiedene Dahliensorten Markttage Samstag
Molterstraße 18
86643 Riedensheim Telefon: 08431 8930 Ansprechpartner vor Ort: Josefine Muschler Sortiment Gartenblumen, Dahlienraritäten, alles ohne Chemie, Perlhühner, Zwergeier, Wachteleier für Hühnereialergiker geeignet, Eier von Rassegeflügel Herkunft aus eigener Produktion Sonstiges 80 verschiedene Dahliensorten Markttage Samstag
Fischmarkt
Das Fischergasslerfest kennt heutzutage so gut wie jeder in Neuburg. Doch wussten Sie, dass Neuburg auch einen Fischmarkt hatte? Er fand um 1855 immer freitags und an kirchlichen Fasttagen von 7 bis 9 Uhr vormittags zwischen Schlagbrückchen und Donaulände statt.
Verkauft wurden frische und geräucherte Fische, Krebse und Frösche. Heringe und Stockfische waren auf dem Fischmarkt nicht zu bekommen. Man wollte den Handelsleuten keine Konkurrenz machen, die in der Stadt ein Geschäft betrieben und solche Produkte dort verkauften.
Lebende Fische kamen auf dem Fischmarkt ungeprüft in den Verkauf. Tote Fische mussten erst eine Qualitätsprüfung durch einen Sachverständigen über sich ergehen lassen. Die Kundschaft durfte mit dem Fischhändler vereinbaren, dass die Fische nach Hause geliefert werden. Wenn der Fischhändler dann mit den Fischen zum Haus des Kunden unterwegs war, musste er schriftlich nachweisen können, dass er zu dieser Lieferung beauftragt worden war. Hintergrund: Das Hausieren mit Fischen war verboten.
In der Fischmarktordnung wurde genau geregelt, in welchen Monaten bestimmte Fischgattungen nicht in den Verkauf gegeben werden durften, da sie sich in der Laichzeit befanden. Die Vielfalt der erwähnten (und vermutlich in Neuburg auch angebotenen) Tiere war aus heutiger Sicht ein Paradies für Liebhaber des aquatischen Genusses:
Aal, Äsche, „Alent“, Barbe, Barsch, Brachse, Döbel, „Elrig“ und/oder „Elringe“, Flussneunauge („Flußbricke“), Forelle, Giebel, Gründling („Grundling“), Hecht, Huchen („Rotfisch“), Karausche, Karpfen, Kaulbarsch, Kaulquappe, Quappe („Aalraupe, Rutte“), Renke („Renge“), „Richling“, Rotauge („Plötze“), Rotfeder, „Schleiche“, Schmerle, Schneider, Wels („Wolle“) und Zander („Ainuel“, „Schill“).
Quellen:
Fischmarktordnung abgedruckt im Neuburger Wochenblatt vom 07.04.1855; Stadtarchiv Neuburg: Akten vor 1945 Nr. 2221 „Generalia Vieh-, Wochen-, Fisch- und Holzmärkte, Torfstechereien, Kaufpreise“ (1832 – 1876); Fotosammlung Sayle Nr. 27322 (Schlagbrückchen um 1900).
Elias Holl
So mancher Bewohner der oberen Stadt dürfte um 1600 abends mit einem mulmigen Gefühl ins Bett gegangen sein. Der Blick aus dem Fenster ließ ahnen, was da auf die Neuburger vielleicht bald zukommen könnte: Der Kirchturm von Sankt Peter neigte sich immer bedrohlicher Richtung Straße.
Als 1602 am anderen Ende der oberen Stadt der Kirchturm der Hofkirche einstürzte und das Rathaus unter sich begrub, dürfte das die Stimmung in der Bevölkerung nicht zum Besseren gewandt haben.
Der Augsburger Baumeister Elias Holl – Schöpfer des Augsburger Rathauses und Mitgestalter der Willibaldsburg in Eichstätt – wurde zu Rate gezogen. Er empfahl 1605 dringend, den Turm von Sankt Peter abzureißen und neu aufzubauen. Elias Holl warnte vor den Gefahren, die beim Glockenläuten, bei Sturm oder starkem Donner vom Turm ausgingen.
Er zeichnete einen Plan des Turmes. Darauf schön zu sehen: der verzweifelte Versuch, den Turm mit Hilfe einer Holzspange und mit Seilen am Kirchendach zu verankern, um das weitere Absinken zu verhindern. Das war 1605.
Sie ahnen es vielleicht bereits: Bürokratie kann sich hinziehen. Erst 1641 entschlossen sich die Verantwortlichen, den Turm zu reparieren. Ein Neubau war zu teuer und aufwändig.
Während dieser Arbeiten stürzte der Turm im Mai 1641 ein und beschädigte das Kirchenschiff schwer: Der schiefe Turm von Neuburg war Geschichte.
Das Baugutachten von Elias Holl und die dazugehörige Zeichnung haben sich im Stadtarchiv bis in unsere Tage erhalten. Sie waren im Sommer 2023 im Maximilianmuseum Augsburg zu sehen und sind im Internet als digitale Sonderausstellung auch weiterhin zu besuchen.
Übrigens gab Elias Holl im März 1616 noch einmal ein kurzes Gastspiel in Neuburg: Die Bastei, die zur Stadtverteidigung diente, war baufällig geworden. Elias Holl und andere Baumeister legten dem Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm Gutachten vor und gaben darin Ratschläge, wie man die Schäden an der Verteidigungsanlage beheben könne. 1968 wurde ein Teilstück des Schanzweges in „Elias-Holl-Schanze“ umbenannt und erinnert somit noch heute an den Augsburger Baumeister.
Hausnummern
Lange bevor es in Neuburg Hausnummern oder offizielle Straßennamen gab, war die Stadt in vier Stadtviertel eingeteilt (zum Beispiel bereits 1565 in der Neuburger Feuerordnung nachweisbar). Für jedes Viertel gab es einen Viertelmeister. Sollte ein Feuer ausbrechen, war der jeweilige Viertelmeister dafür verantwortlich, dass das Feuerlöschen reibungslos funktionierte. Diese Viertel wurden später mit den Buchstaben A bis D bezeichnet (A = Obere Stadt, B = Obere Vorstadt, C = Untere Vorstadt, D = Bebauung südlich der Heilig-Geist-Kirche). Diese historischen Viertel-Buchstaben werden in Neuburg heute noch in der Adresse geführt, spielen aber zum Beispiel im Einwohnermeldeamt (beim An- oder Abmelden eines Wohnsitzes) oder bei der Postverteilung keine Rolle mehr (die Briefe kommen auch ohne die Großbuchstaben an).
Im 18. und 19. Jahrhundert gab es vielerorts – so auch in Neuburg – teilweise noch keine Straßennamen. Einige Straßennamen wurden von der Bevölkerung bereits benutzt, galten jedoch nicht als offizielle Bezeichnung. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts bürgerten sich dann mehr und mehr Straßennamen ein und wurden dann auch offiziell vom Stadtrat je Straße festgelegt.
Um die Gebäude trotzdem besser unterscheiden zu können, wurden um 1808 Hausnummern (zunächst ohne offizielle Straßennamen) eingeführt. Man nummerierte Straßenzug für Straßenzug durch und begann damit in jedem Viertel aufs Neue. Im Laufe der Jahrzehnte wurden alte Häuser abgebrochen, neue Gebäude kamen hinzu, Grundstücke wurden geteilt. So musste die Nummerierung im Laufe der Jahre immer wieder überarbeitet werden. Die Nummerierung von 1910 findet sich heute noch in den existierenden Adressbezeichnungen. Als die offiziellen Straßenbezeichnungen dann nach und nach eingeführt wurden, nahm man keine neue Nummerierung in der Straße vor, sondern setzte den Straßennamen einfach vor die alte Hausnummer.
Somit gibt es in Neuburg die Besonderheit, dass die Häuser im historisch gewachsenen Bereich der Stadt noch in der Regel der Reihe nach durchnummeriert sind und ihre alten Stadtviertel-Buchstaben besitzen.
Quellen:
Stadtarchiv Neuburg: Akten vor 1945 lfd. Nr. 0866 (Volkszählungen in Neuburg); Depositum Historischer Verein Depot 217 (Feuerordnungen der Stadt Neuburg 1565 - 1608); Plansammlung P I/1948; Roland Thiele: Brandschutz und Feuerwehr in Neuburg a. d. Donau, in: Neuburger Kollektaneenblatt 142/1994, S. 165 - 171.
Sayle-Sammlung
Max Sayle (1847 - 1924) war von Beruf Likörfabrikant und Seifensieder. Er interessierte sich sehr für die damals noch neue Technik der Fotografie und lichtete bereits um 1900 zahlreiche Menschen und Gebäude in Neuburg ab.
Die Leidenschaft für Fotografie war somit seinem Sohn, dem Spirituosenhändler Julius Sayle (1895 - 1979), in die Wiege gelegt worden: Als er im Jahr 1927 sein Fotografenatelier offiziell bei der Stadt Neuburg anmeldete, konnte noch niemand ahnen, wie umfangreich sein Lebenswerk werden sollte. Dessen Sohn Max Julius Sayle (1936 - 2014) übernahm später das Geschäft in der Schrannenstraße C 57 und führte die Arbeit seines Vaters fort. Die Familie zog schließlich in den 1970er Jahren nach München.
Im Jahr 2012 konnte das Stadtarchiv Neuburg den Fotonachlass der Familie Sayle erwerben und somit ein Stück Neuburger Geschichte wieder zurück in die Stadt bringen. Die Sammlung umfasst weit über 100.000 Fotonegative aus der Zeit von etwa 1900 bis etwa 1970.
Die Aufnahmen erlauben einen unglaublich vielschichtigen Einblick in das Leben der Menschen. Sie zeigen Ereignisse wie Faschingsumzüge, Regentenbesuche, Geburtstags- oder auch Einweihungsfeiern. Ladeninhaber ließen von Sayle ihre Geschäftsauslage ablichten oder die Geschäftsräume für Werbeaufnahmen in Szene setzen. Über Jahrzehnte hinweg ging man ins Fotoatelier Sayle, um Passfotos oder Portraits der Familie anfertigen zu lassen. Egal ob Hochzeitsaufnahmen, Bilder zur Kommunion oder auch eine letzte Erinnerung an Verstorbene auf dem Totenbett: Das Angebot an Motiven war groß und der Kundenstamm ebenso. Auch zahlreiche Familien aus den Umlandgemeinden nutzten die Möglichkeit, sich in Neuburg ablichten zu lassen.
Es ist ein großer Glücksfall, dass sich zu den Fotonegativen viele der dazugehörigen Geschäftsbücher erhalten haben. Auf diese Weise kann man noch heute in den meisten Fällen nachvollziehen, welche Personen auf den Bildern dargestellt wurden und in welchem Jahr das Foto entstanden ist.
Wenn Sie wissen möchten, ob sich auch zu Ihrer Familie Aufnahmen aus dem Atelier Sayle erhalten haben oder wenn Sie Aufnahmen für Ihre wissenschaftliche Forschungsarbeit benötigen, dürfen Sie sich gerne an das Stadtarchiv wenden. Wir sehen dann für Sie in den Beständen nach, ob etwas Passendes dabei ist.